Die Hochschule hat den Anspruch an ein Qualitätsmanagement-System in ihrem Leitbild festgeschrieben und wie folgt bestimmt:
„Die Hochschule sorgt für eine hohe Qualität des Studiums und der Weiterbildung. Alle Hochschulangehörigen lehren, lernen und arbeiten leistungsorientiert und kooperativ. Die Hochschule stellt ein modernes Wissensmanagement in Lehre und Hochschulverwaltung bereit. Sie unterzieht ihre Leistungen in der Lehre einer ständigen Evaluation.“
Hiermit trägt die Hochschule §5 des Gesetzes über die Hochschulen in Baden –Württemberg (Landeshochschulgesetz – LHG) Rechnung.
Unter Qualität verstehen wir die drei Dimensionen Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität. Die Dimensionen lassen sich durch folgende Fragen charakterisieren:
Ergebnisqualität: Welche übergeordneten Ziele wollen wir erreichen? Welche Anspruchsgruppen mit welchen Anforderungen müssen wir bedienen, um die Ziele zu erreichen?
Prozessqualität: Welche Prozesse sind erfolgskritisch und wie müssen diese Prozesse ablaufen, um die Anforderungen der Anspruchsgruppen zu erfüllen und somit die übergeordneten Ziele zu erreichen?
Strukturqualität: Welche Fähigkeiten, Strukturen und Ressourcen sind entscheidend, um diese Prozesse zu beherrschen?
Bei dem Bestreben nach kontinuierlicher Verbesserung geben uns folgende Grundsätze Orientierung:
„Qualität“ zu erreichen, bedeutet die Erwartungen der Anspruchsgruppen an die Leistungen der Hochschule in Lehre, Forschung und Fortbildung zu erfüllen. Unter den Begriff „Anspruchsgruppen“ fallen an der HVF verschiedene Personengruppen. Eine zentrale Gruppe bilden die Studierenden, die mit bestimmten Ansprüchen an ihre Ausbildung und die Lernumgebung an die Hochschule gekommen sind. Eine weitere Gruppe sind die Behörden und andere Organisationen, in denen die Absolventen der Hochschule angestellt werden.
Eine strukturierte Qualitätsentwicklung benötigt übergeordnete Ziele der Hochschule zur Orientierung. Ohne mittel- und langfristigen Zielvorstellungen ist es der Hochschule nicht möglich, unter den vielen unterschiedlichen Erwartungen der Anspruchsgruppen Prioritäten zu setzen und bei Zielkonflikten Entscheidungen zu treffen.
Für jedes Qualitätsstreben ist die personelle Komponente ein nicht zu überschätzender Faktor. Ohne qualifizierte und motivierte Mitarbeiter kann Qualitätsmanagement nicht realisiert werden. Erst durch ihr Engagement entsteht eine Kunden- und qualitätsorientierte Organisationskultur. Insofern müssen die Professoren, die Lehrbeauftragten, die Mitarbeiter sowie das wissenschaftliche Personal mit einbezogen werden. Sie erhalten dabei z.B. über Befragungen oder das Ideenmanagement die Möglichkeit, Anregungen und Kritik hinsichtlich der Weiterentwicklung der Hochschule Ludwigsburg und ihrer konkreten Arbeitsbedingungen in den Verbesserungsprozess einzubringen.
Die Leistungen der Hochschule werden über Prozesse und Prozessketten erbracht. Die Qualität der Hochschulleistungen hängt damit direkt von der Qualität der Prozesse ab. Die Beschreibung von Prozessen schafft Transparenz sowohl für die Leitungskräfte als auch unter den Mitarbeitern. Auf diese Weise können Missverständnisse ausgeräumt und Abläufe konkretisiert werden. Mit den Prozessdokumentationen als Grundlage kann eine Prozessverbesserung erfolgen. Profitieren sollen dadurch die Anspruchsgruppen in Form besserer Ergebnisse und die Mitarbeiter in Form von verbesserten Arbeitsbedingungen. Prozessmanagement ist zentral für die effektive und effiziente Leitung einer Hochschule unter den heutigen komplexen Anforderungen
Die Hochschule Ludwigsburg befindet sich in der Aufbauphase eines Qualitätsmanagement-Systems, das die Hochschule hinsichtlich ihrer Qualität mit abgestimmten Instrumenten leitet und lenkt.
Die Hochschule verfügt bereits über verschiedene Instrumente der Qualitätsentwicklung, wie den Struktur- und Entwicklungsplan zur strategischen Weiterentwicklung, Evaluationen, Prozessdokumentationen und QM-Workshops. Übergeordnetes Ziel ist es, diese Instrumente zu einem konsistenten QM-System zusammenzufassen und auszubauen und somit einen Beitrag zur Verbesserung der Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität zu leisten. Es soll ein koordinierter und institutionalisierter Prozess des institutionellen Lernens hin zur lernenden Organisation angestoßen werden. Die Aufgabe des Qualitätsmanagements ist es, die Rahmenstrukturen und Instrumente dabei bereitzustellen.
Team Qualitätsmanagement
Prof. Eberhard Ziegler
Prorektor
Leitung Qualitätsmanagement
Tel: +49 (0)7141-140-522
Raum 4.119